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Iowa: Erste Weichenstellung bei den Republikanern

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Iowa: Erste Weichenstellung bei den Republikanern

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Im US-Staat Iowa hat die Vorwahl für den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner begonnen.

Sieben Kandidaten wollen im November derjenige sein, der gegen den demokratischen Bewerber, Präsident Barack Obama, antritt.

Von dem Ergebnis in Iowa hängt u.a. ab, wieviel Spendengelder ein Kandidat für seine weitere Kampagne bekommen kann. Auch sind die beiden Vorwahlen in Iowa und kommende Woche in New Hampshire psychologisch gesehen wichtig. In der amerikanischen Geschichte hat noch nie ein Kandidat in Iowa und in New Hampshire gewonnen, der dann nicht Präsidentschaftskandidat geworden wäre. Daher ist es also so wichtig, wie der Agrarstaat mit den drei Millionen meist weißen Einwohnern abstimmt.

In den Umfragen vorne liegt der Mormone und ehemalige Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney (64). Er wetterte kurz vor der Vorwahl, Obama versuche die USA in einen Wohlfahrtsstaat nach europäischem Modell zu verwandeln. Dies funktioniere schon in Europa nicht, dies werde auch in den USA nicht funktionieren.

An zweiter Stelle in den Umfragen ist Ron Paul (76), Arzt und Mitglied des Repräsentantenhauses aus Pennsylvania. Paul hatte es schon vor fünf Jahren versucht, zog dann aber chancenlos im Juni 2008 seine Kandidatur zurück.

Rick Santorum (53) – zunächst als Außenseiter gehandelt – hat es in den Umfragen in Iowa auf den dritten Platz geschafft. Er stellte streng-konservative Werte in den Mittelpunkt seiner Kampagne.

Die einzige Frau unter den Bewerbern ist Michele Bachman (55) von der Tea-Party-Bewegung innerhalb der Republikanischen Partei. Sie hat in Iowa aber den Umfragen zufolge wenig Chancen.

Kommende Woche wird im US-Staat New Hampshire abgestimmt.

Aaron Katersky berichtet für den Fernsehsender ABC aus Iowa. Er sagt: “Die Republikanische Partei ist gespalten. Es gibt viele verschiedene konservative Richtungen innerhalb der Republikanischen Partei. Keiner der Kandidaten hat es geschafft, die Partei hinter sich zu einen und sie vorwärts in eine Kampagne gegen Präsident Obama zu tragen.”

Amtsinhaber Obama beendete pünktlich zum Start des Wahljahres seinen Weihnachtsurlaub in Hawaii. Bei den Demokraten gibt es nur einen einzigen Kandidaten für die Präsidentenwahl und das ist Barack Obama.