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Mit Nanotechnologien den Blutzucker kontrollieren

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Mit Nanotechnologien den Blutzucker kontrollieren

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Auf der Suche nach neuen Methoden zur Behandlung von Diabetes setzen Forscherteams zunehmend auf Nanotechnologien. Wir werfen einen Blick auf zwei europäische Forschungsprojekte, die vielleicht eines Tages das Leben vieler Patienten verändern könnte. Schon seit Jahren träumt die Wissenschaft von einer Insulinpille, die das tägliche Insulinspritzen ersetzen könnte. Allerdings gibt es bislang ein entscheidendes Hindernis: Die menschlichen Verdauungssäfte zerstören das Insulin noch bevor es den Blutkreislauf erreichen kann. Forschern an der Universität im portugiesischen Coimbra ist es gelungen, ein Nanomolekül zu entwickeln, das dem Säureangriff widersteht, um im Darmtrakt absorbiert zu werden.
Eine winzige Messsonde, bestehend aus mikroskopisch kleinen Nadeln ist ein anderer Hoffnungsträger in der Diabetes-Erforschung. Auch hier kommt Nanotechnologie zum Tragen. Jeder einzelne Nadelkopf enthält einen leistungsstarken, mit dem Auge nicht erkennbaren Sensor im Miniaturformat. Mit dem Nadelplättchen lassen sich konstant und schmerzlos Blutproben sammeln und analysieren. Entwickelt wurde das Nano-Konzept an der Swansea Universität in Südwales.