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Musiker Youssou N'Dour will Senegals Präsident werden

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Musiker Youssou N'Dour will Senegals Präsident werden

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Der Musiker Youssou N’Dour will Präsident in seinem

Heimatland Senegal werden. Viele Leute hätten ihn darum gebeten, sagt der 52-Jährige. Nun habe er sich darauf eingelassen. Er habe zwar keine höhere Ausbildung, meint N’Dour weiter – aber die Präsidentschaft sei ja auch ein Amt und kein Beruf.

Das Echo auf diese Ankündigung ist durchwachsen: N’Dour wolle doch nur von seiner Bekanntheit profitieren, meint ein Mann in der Hauptstadt Dakar.

Aber ein richtiger Politiker werde aus ihm wohl nicht werden – einer, der um die Stimmen der Senegalesen werben könne.

Ein anderer meint dagegen, er begrüße die Kandidatur. N’Dour sei ein seriöser Mann, er arbeite, und er liebe Senegal. Zu dessen Entwicklung habe er viel beigetragen.

Die Präsidentenwahl ist Ende Februar. Youssou N’Dour wird dann vor allem gegen den langjährigen Amtsinhaber Abdoulaye Wade antreten. Sollte er Präsident werden, will er die Wirtschaft voranbringen und die hohe Arbeitslosigkeit angehen.

Schon im November hatte N’Dour angekündigt, er wolle aus dem Musikgeschäft aussteigen und sich auf die Politik konzentrieren. In den vergangen Jahren hatte er sich unter anderem im Kampf gegen Malaria engagiert.

In Senegal ist N’Dour, ein Grenzgänger zwischen afrikanischer Tradition und westlicher Popmusik, seit langem ein gefeierter Star. In Europa und Amerika wurde er in den Achtzigern bekannt, vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Paul Simon und später mit Peter Gabriel. 1994 gelang ihm im Duett mit der Sängerin Neneh Cherry der Welthit “Seven Seconds”.