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Teheran rüstet immer weiter auf

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Teheran rüstet immer weiter auf

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Der Iran hat zum Abschluss seines von Drohgebärden gegen die USA begleiteten Manövers im Persischen Golf seine modernste

Schiffsabwehrwaffe getestet. Der Tarnkappen-Marschflugkörper des Typs “Ghader” habe sein Ziel wie geplant erreicht, sagte Militärsprecher Admiral Mahmud Mussavi.

Iranische Medien berichteten, die Reichweite sei zu einer “Langstreckenrakete” erweitert worden.

“Der getestete Ghader-Marschflugkörper wurde aufgerüstet”, so Mussavi.

Teheran hatte in den vergangenen Tagen mit einer Blockade der Straße von Hormus für den Fall gedroht, dass seine Ölausfuhren durch

Sanktionen blockiert würden. Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt.

Die USA haben zum Jahreswechsel ein Gesetz beschlossen, das Sanktionen gegen die iranische Zentralbank vorsieht, über die der Ölhandel abgewickelt wird. Ziel ist es, Teheran zur Aufgabe der Urananreicherung zu bewegen.

Am Neujahrstag verkündete Teheran einen weiteren Durchbruch für sein umstrittenes Atomprogramm: Erstmals sei es iranischen Wissenschaftlern gelungen, einen eigenen Kernbrennstab zu fertigen.

Die USA stationierten unterdessen ihre 5. Flotte vor der Küste Bahrains. Vor dem Hintergrund der iranischen Seemanöver gaben die USA zuletzt die Lieferung von Abfangraketen an den Verbündeten Vereinigte Arabische Emirate bekannt.

Im Spionageprozess gegen den iranisch-stämmigen Amerikaner Amir Mirzai Hekmati in Teheran wurde unterdessen die Beweisaufnahme beendet. Es wird mit einem Todesurteil gerechnet. Hekmati hat sich nach iranischen Angaben dazu bekannt, ein CIA-Agent zu sein. Die US-Regierung hatte die Vorwürfe gegen Hekmati als falsch zurückgewiesen und seine sofortige Freilassung gefordert. Die Führung in Teheran meldet regelmäßig die Festnahme von “Spionen”, die für die USA oder Israel arbeiten sollen.