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Alter Streit China-Japan zu Neujahr neu

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Alter Streit China-Japan zu Neujahr neu

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Japan und China beginnen das neue Jahr mit einer Neuauflage ihrer Territorialstreitigkeiten.

Gegenstand ist diesmal eine kleine unbewohnte felsige Insel im Ostchinesischen Meer nahe Taiwan.

Die Chinesen nennen sie Diaoyu, die Japaner Senkaku. Streitobjekt ist weniger die Insel als der Fischreichtum drum herum. Außerdem werden Gasvorkommen in der Nähe vermutet.

Vier Japaner haben sich in der der Neujahrsnacht in einem Fischerboot dorthin aufgemacht. Unter ihnen sind zwei Kommunalkolitiker aus der Region Okinawa, was der Aktion eine politische Dimension verleiht. Genau diese Absicht betonte einer der beiden Politiker auch gegenüber Medien, er wolle weltweite Aufmerksamkeit auf das Problem lenken.

Das sieht das chinesische Außenministerium natürlich anders. Sein Sprecher bekundete den offiziellen Protest der Pekinger Regierung.

Der Streit geht zurück auf das Jahr 1895, als das damals stärkere Japan sich die bis dahin chinesische Inselgruppe einverleibte.

Der Konflikt hat durchaus regionale Bedeutung, denn auch weiter im Süden, wo in der Nähe vietnamesischer Gewässer Erdöl und Erdgas vermutet werden, zeigt China Interesse.