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Benzinpreisproteste in Nigeria

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Benzinpreisproteste in Nigeria

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In zahlreichen nigerianischen Städten ist es am

Mittwoch zu Protesten gegen die Streichung der Benzinpreissubventionen gekommen. Demonstranten bildeten Menschenketten an Schnellstraßen, errichteten Straßensperren und besetzten Plätze und Tankstellen.

“Alles ist schlecht in Nigeria. Mit der Streichung der Subventionen werden sie uns keine Entwicklung geben können oder das reparieren, was zerstört wurde”, klagt der 47-jährige Bashiru Gwammaja.

Die Regierung hatte die Subventionen gestrichen um Mittel für Bildung und Entwicklung des Landes freizusetzen. Der Benzinpreis hat sich seither verdoppelt.

Die Proteste verschärfen die Lage in Nigeria, die durch einen Konflikt zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen Süden geprägt ist. Die radikalislamische Sekte Boko Haram hatte bei Bombenanschlägen auf Kirchen über Weihnachten mehr als 40 Menschen getötet. Ein ehemaliger Rebellenführer aus dem Nigerdelta, der zum Islam konvertiert ist, befürchtet, dass christliche Extremisten im Süden die Anschläge als Vorwand für einen neuen Aufstand nutzen könnten.

Der stellvertretende Vorsitzende der nigerianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Kaigama, forderte internationale Unterstützung gegen religiöse Terrorgruppen.