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Milliarden-Strafe gegen Chevron wegen Ölverschmutzung

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Milliarden-Strafe gegen Chevron wegen Ölverschmutzung

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Wegen Umweltverschmutzung im Amazonas-Gebiet muß der US-Ölkonzern Chevron bis zu 18 Milliarden Dollar Schadensersatz zahlen. Der Gerichtshof der Provinz Sucumbíos im Nordosten Ecuadors wies am Dienstag die Berufung des zweitgrößten US-Ölkonzerns ab. In der ersten Instanz war der Ölmulti im Februar zu einer Zahlung von 8,6 Milliarden Dollar verurteilt worden. Sofern sich Chevron nicht öffentlich entschuldigt verdoppelt sich die Summe.

Im ecuadorianischen Amazonasgebiet hatte das von Chevron übernommene US-Ölunternehmen Texaco Rückstände von Ölbohrungen falsch entsorgt und so weite Flächen des Regenwaldes verunreinigt. Chevorn erklärt, Texaco habe im Gegensatz zum staatlichen ecuadorianischen Ölkonzern Petroecuador seinen Anteil an den Aufräumungsarbeiten bezahlt.

Chevron ist gegen das erstinstanzliche Urteil auch vor einem internationalen Schiedsgericht vorgegangen. Dieses hat Ecuador aufgefordert, seine Entscheidung abzuwarten, bevor es die Urteile gegen Chevron vollstreckt. Vor den US-Gerichten war Chevorn allerdings mit dem Versuch gescheitert, den ecuadorianischen Richterspruch auszuhebeln. Ein Berufungsgericht hob im September die Entscheidung eines New Yorker Richters auf, der die Vollstreckung des Urteil in den USA blockiert hatte.