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Neuer Kurs der Taliban: Diplomatie und Gewalt

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Neuer Kurs der Taliban: Diplomatie und Gewalt

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Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan wollen im Golfemirat Katar eine Auslandsvertretung eröffnen. Das Büro soll den Kontakt mit der internationalen Gemeinschaft erleichtern.

Gleichzeitig machten die Aufständischen jedoch klar, dass es sich dabei um kein offizielles Angebot für Friedensgespräche mit den USA oder der Regierung in Kabul handelt und, dass sie der Gewalt nicht abschwören werden.

Bevor sich die Taliban für das Emirat Katar entschieden, waren auch die Türkei und Saudi-Arabien im Gespräch.

Die US-Außenamtssprecherin begrüßte den Schritt. Am Ende eines Krieges müsse man sich immer an einen Tisch mit seinen Feinden setzen, um einen Friedensvertrag zu erreichen. Und nur mit einer offiziellen Anlaufstelle seien Gespräche möglich.

Die Taliban knüpfen an die Eröffnung der Auslandsvertretung eine Bedingung: Sie fordern die Freilassung von mehreren afghanischen Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo. Washington scheint dem nicht komplett abgeneigt zu sein, doch ob ein Deal zustande kommt, ist unklar.