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Schwere Feuergefechte in Tripolis

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Schwere Feuergefechte in Tripolis

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Bei den schwersten Kämpfen seit dem Sturz Gaddafis sind in der libyschen Hauptstadt Tripolis am Dienstag sechs Menschen getötet worden. Milizionäre aus Misrata waren in Tripolis eingedrungen und hatten versucht, Gefangene zu befreien. Dabei war es zu einem Feuergefecht mit einer in Tripolis stationiert Miliz gekommen.

“Dies ist nach der Revolution geschehen, nicht vorher. Sie haben uns Ruhe und Ordnung versprochen. 23 Kämpfer haben die Gegend besetzt und Jugendliche umgebracht”, schimpft ein sichtlich aufgebrachter Angehöriger eines der Opfer.

Der stellvertretende Innenminister Omar al-Khadrawi wertet das Gefecht nicht als Machtkampf. Das eigentliche Problem seinen die Waffen, die nicht eingesammelt werden können.

“Wenn wir die Krise beenden wollen, dann müssen wir die Milizionäre dazu bringen, sich bei den Komitees zu melden, die die zuständigen Ministerien eingerichtet haben”, erklärte Omar al-Khadrawi.

Mit der Berufung von General a. D. Jussuf al-Mankusch zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte hat der Übergangsrat einen weiteren Schritt zum Aufbau einer neuen libyschen Armee unternommen. General al-Mankusch stammt aus der Rebellenhochburg Misrata. Er schloß sich dem Aufstand gegen Gaddafi an und ist momentan stellvertretender Verteidigungsminister.