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Skandal um Brustimplantate weitet sich aus

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Skandal um Brustimplantate weitet sich aus

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Der Skandal um Billig-Brustimplantate weitet sich aus: In Australien haben die Behörden eine Untersuchung zu den Gesundheitsrisiken eingeleitet. Rund 4.500 Australierinnen hatten sich die minderwertigen Silikonimplantate der französischen Firma PIP einsetzen lassen.

Ein Anwaltsfirma in Adelaide prüft bereits, ob eine Sammelklage möglich ist. Anwalt Tim White erklärt:

“Eine Voruntersuchung zeigte, dass es dafür Gründe gibt, denn es handelt sich um ein Produkt und nicht wenige Frauen sind davon betroffen.”

Weltweit sollen bis zu 300.000 Frauen die PIP-Produkte eingesetzt bekommen haben. Frankreich hat bereits rund 30.000 Patientinnen aufgefordert, sich die Implantate herausoperieren zu lassen. In Großbritannien dagegen warten die Behörden bis Ende der Woche die Untersuchungsergebnisse ab. Rund 40.000 Britinnen sollen betroffen sein.

Ein plastischer Chirurg unterstreicht: “Es ist noch zu früh, um abschätzen zu können, was mit den tausenden Betroffenen passieren soll. Sie sollten zu ihrem Chirurgen gehen und dort untersucht werden. Wenn es dann Hinweise darauf gibt, dass die Implantate gerissen sind, ist es die moralische als auch ethische Pflicht der Unternehmen, die diese Implantate vertrieben haben, als auch der Chirurgen zu helfen.”

Das 2010 pleite gegangene Unternehmen hatte mit einem Billig-Silikon gefüllte Brustimplantate verkauft, danach war es vermehrt zu Rissen in den Einlagen und Entzündungen gekommen.