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Ägypten: Staatsanwalt fordert Galgen für Mubarak

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Ägypten: Staatsanwalt fordert Galgen für Mubarak

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Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak soll hingerichtet werden. Das zumindest fordert die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen den früheren Machthaber. Mubarak sei verantwortlich für den Tod von Demonstranten, die während der Proteste Anfang 2011 von Sicherheitskräften erschossen wurden, so die Anklage.

In der Polizeiakademie in Kairo, wo der Prozess stattfindet, forderte Staatsanwalt Mustafa Suleiman nun die Todesstrafe durch den Strang für Hosni Mubarak, aber auch dessen Söhne Gamal und Aala sollen nach dem Willen Suleimans hängen, ebenso wie der frühere Innenminister Habib al-Adli. Ihnen wird Korruption vorgeworfen.

Staatsanwalt Suleiman sagte, es gebe handfeste Beweise dafür, dass Mubarak selbst für die Todesschüsse verantwortlich sei, die Befehlskette von damals lasse keinen anderen Schluss zu. Mubarak habe die Gewalt nicht beendet, da sie ihm dienlich gewesen sei, so Suleiman. Das sei Mord und darauf stehe die Todesstrafe.

Im Januar und Februar vergangenen Jahres waren regierungstreue Schlägertrupps, aber auch Polizisten gewaltsam gegen die Anti-Mubarak-Demonstranten auf dem Tahrir-Platz vorgegangen. Über 800 Menschen wurden dabei getötet.