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Erleichterungen für Sterbehilfe in England gefordert

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Erleichterungen für Sterbehilfe in England gefordert

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Sterbehilfe soll in England und Wales leichter werden. Dies empfiehlt eine Untersuchungskommission, der Ärzte, Theologen und Juristen angehören. Damit soll Menschen wie Susan MacArthur geholfen werden. Sie war anwesend, als sich ihr todkranker Ehemann das Leben nahm. Dass deshalb gegen sie wegen Beihilfe zur Selbsttötung ermittelt wurde, hat sie verstört: “Es ist mir unangenehm, dass man mir vorwirft, das Gesetz gebrochen zu haben, aber ich mußte es für ihn tuen”, berichtet Susan MacArthur.

Die Untersuchungskommission wurde von Gruppen finanziert, die sich für Euthanasie einsetzen. Ihr Vorsitzender Lord Falconer will Ärzten die Sterbehilfe ermöglichen, wenn die verbleibende Lebenserwartung unter einem Jahr liegt.

“Wir glauben die bestehende Gesetzgebung funktioniert nicht, weil sie Menschen in einen einsamen oder zu frühen Tod treibt und die Schwachen nicht schützt”, meint Lord Falconer. Doch nicht alle Experten stimmen dem zu.

“Es gibt Schwache, Behinderte, Menschen mit Depressionen, Alte Menschen oder Kranke, die meinen ihrem Leben ein Ende setzen zu müssen, weil sie anderen emotional oder finanziell zur Last fallen”, beklagt Dr. Peter Saunders von der christlichen Ärztevereinigung CMF.

Mehrere Organisationen, darunter der britische Ärzteverband BMA weigerten sich Stellungnahmen für die Kommission abzugeben. Ob es für die Empfehlungen parlamentarische Mehrheiten gibt ist unklar.

Schottland besitzt ein eigenes Rechtssystem. Beihilfe zur Selbsttötung ist dort im Gegensatz zu England und Wales kein eigener Straftatbestand.