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Sloweniens Rentensystem vor Zusammenbruch

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Sloweniens Rentensystem vor Zusammenbruch

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Slowenien hat ein Demographieproblem: in der kleinen Alpenrepublik werden kaum noch Kinder geboren, andererseits ist die Zahl der Rentner – insbesondere die der Vorruheständler – so hoch wie fast nirgendwo in Europa. Bald kommt auf jeden Arbeitnehmer ein Rentner. Die staatliche Rentenfinanzierung wird das auf Dauer nicht durchhalten können, zumal es die Regierung in Ljubljana immer schwerer hat, an finanzierbare Kredite zu kommen: nachdem die Slowenen im vergangenen Sommer eine Reform des Rentensystems, das heisst eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit und eine Anhebung des Renteneinstiegsalters, per Volksabstimmung rundweg ablehnten und deshalb im Dezember die Regierung neu gewählt wurden musste, steigen die Zinsen für Staatsanleihen ins Unermessliche und Ratingagenturen stufen die Kreditwürdigkeit Sloweniens herab. Wird es der neuen Koalitionsregierung in diesem Jahr gelingen, die von IWF und EU dringendst angemahnte Rentenreform umzusetzen oder gerät Slowenien nach dem Muster Griechenlands in eine unkontrollierbare Schuldenspirale?