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Syrische Opposition will UN statt arabischer Beobachter

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Syrische Opposition will UN statt arabischer Beobachter

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Der Unmut der syrischen Opposition über die Beobachtermission der Arabischen Liga wächst – und die Gewalt geht weiter. Oppositionsaktivisten warfen der syrischen Führung vor, die Beobachter gezielt hinters Licht zu führen. Armeefahrzeuge seien umlackiert und als vermeintliche Polizeiwagen wieder in den Städten eingesetzt worden, aus denen sie gemäß der Vereinbarung mit der Arabischen Liga hätten abgezogen werden müssen.

Bei einer von einem Amateur gefilmten Protestaktion parodierten Regimegegner die Beobachter und riefen in die Menge, es gebe nichts Beunruhigendes in Homs. In der Provinz Homs soll es die meisten Todesopfer gegeben haben. Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad sind dem sogenannten Koordinationskomitee der Revolution zufolge mehr als 6.000 Menschen getötet worden. Die Protestbewegung forderte in einem an diesem Mittwoch veröffentlichten offenen Brief die Vereinten Nationen zum Eingreifen auf.

Oppositionsaktivisten klagen auch, dass die von der Regierung freigelassenen Gefangenen nicht aus ihren Reihen stammten, sondern willkürlich kurz vor Ankunft der Beobachter festgenommen worden seien.

Die Arabische Liga lehnte Forderungen nach einem vorzeitigen Abzug ihrer Mission ab. An diesem Wochenende will sie deren erste Ergebnisse überprüfen.