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Umstrittener Margaret-Thatcher-Film erstmals in London

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Umstrittener Margaret-Thatcher-Film erstmals in London

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In London hat der umstrittene Film über Margaret Thatcher seine Europapremiere gehabt. “Die Eiserne Lady” befasst sich mit dem Leben der ehemaligen britischen Regierungschefin, die ihr Land seit jeher polarisiert hat.

Die Hauptrolle spielt die Amerikanerin Meryl Streep, die vorher nicht viel über Thatcher wusste. “In Großbritannien gibt es so starke Ansichten über sie, für und wider”, sagt sie. “Jahrelang haben wir nur diese Zerrbilder gehabt: Ich wollte einfach den Menschen dahinter zeigen und für mich selbst herausfinden, wie das damals für sie gewesen sein muss.”

Freunde und Weggefährten von Margaret Thatcher kritisieren, dass sie als demenzkranke alte Frau gezeigt wird, die mit ihrem längst verstorbenen Mann Gespräche führt. Rückblenden zeigen ihren Aufstieg und ihren Fall.

Zu ihnen gehört Michael Heseltine, ein bekannter Politiker und enger Mitstreiter von Margaret Thatcher

aus ihrer großen Zeit: Geschmacklos nennt er es, dass der Film sich auf die letzten Jahre der Krankheit konzentriere, wo sie doch damals so eine bemerkenswerte Figur gewesen sei.

Anderen dagegen ist sie zu harmlos und freundlich dargestellt. Immerhin hat sie ihr Land in den Achtzigern völlig umgestaltet, unter anderem mit einem Kampf gegen die bis dahin so starken Gewerkschaften. In ihre Zeit fiel auch der Falklandkrieg gegen Argentinien.

Die wahre Margaret Thatcher hat sich schon lange ins Private zurückgezogen. Sie ist mittlerweile 86 Jahre alt und leidet tatsächlich an Demenz.

In die Kinos kommt “Die Eiserne Lady” Anfang März.