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Goldgräber auf Mindanao: Tod im Schlamm

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Goldgräber auf Mindanao: Tod im Schlamm

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Ein Erdrutsch in einem Goldgräbertal hat im Süden der Philippinen mindestens 25 Menschen in den Tod gerissen. Rund 150 Opfer könnten noch unter den Schlammmassen begraben sein, sagte ein Sprecher des Militärs.
 
Im Compostela-Tal suchen hunderte Familien nach Gold. Der hohe Goldpreis hat immer mehr mittellose Goldgräber angezogen, obwohl dies wegen der mangelnden Sicherheitsvorkehrungen verboten ist. Die Gegend galt seit Monaten als erdrutschgefährdet.
 
Celso Lariwan ist gewählter Abgeordneter und im Bezirksvorstand des Barangay Napnapan (Ortsgemeinschaft Napnapan). Er meint: “Die Behörden hatten versucht, die Menschen dazu zu bringen, das Tal zu verlassen. Aber die, die hier sind, wollen nicht gehen. Sie haben ihre Arbeit hier, sie hoffen auf das große Gold, das große Glück.. Sie gehen nicht.”
 
Das Compostela-Tal liegt auf der Insel Mindanao, 930 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Der Ort Napnanan, wo sich das Unglück ereignete, liegt in der Nähe der Stadt Tagum City. Diese wiederum ist etwa 80 Kilometer von der Millionenstadt Davao City entfernt.
 
Etwa 20 Menschen wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
 
Erst am Wochenende vor Weihnachten waren auf Mindanao bei Sturzfluten mehr als 1200 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Todesopfer wurden aus den Städten Cagayan de Oro und Iligan gemeldet, die im Norden Mindanaos liegen. In der Nacht vom 17. zum 18. Dezember 2011 traf der Taifun “Washi” mit verheerenden Folgen auf die Insel Mindanao. In nur zwölf Stunden ging mehr Regen auf die Insel im Süden des Landes nieder als üblicherweise in einem Monat.