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Knappe Kassen erzwingen neue US-Militärstrategie

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Knappe Kassen erzwingen neue US-Militärstrategie

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Weniger Bodentruppen, stärkere See- und Luftstreitkräfte und mehr Hightech wie etwa Drohnen oder Cyber-Kriegführung und der strategische Schwerpunkt auf dem asiatisch-pazifischen Raum: Unter dem Druck von Milliarden-Kürzungen richtet US-Präsident Barack Obama das mächtigste Militär der Welt neu aus.

Laut Verteidigungsminister Leon Panetta wollen Regierung und Kongress im Verteidigungshaushalt knapp 400 Milliarden Euro über zehn Jahre einsparen.

US-Präsident Barack Obama:

“Alle Amerikaner sollten sich daran erinnern, dass unser Verteidigungshaushalt in den vergangenen 10 Jahren, seit dem 11. September, rasant gewachsen ist. In den nächsten 10 Jahren wachst das Budget langsamer, Tatsache ist aber: Der Verteidigungshaushalt wird immer noch höher ausfallen als gegen Ende der Regierung Bush.”

Das US-Engagement in Europa werde sich “notwendigerweise” den neuen Gegebenheiten anpassen”, sagte Verteidigungsminister Panetta.

US-Medien hatten zuvor über einen möglichen Abzug von 4000 GIs aus Europa spekuliert.

Ein paar alte Feindbilder bleiben:

General Martin E. Dempsey, Chef des Vereinigten Generalstabs

“Das ist unsere nachhaltige Botschaft an den Iran: Sie werden keine Atombombe haben, da sind wir fest entschlossen,” so der ranghöchste US-Militär.

Zwei große Bodenkriege zur gleichen Zeit wie im Irak und in Afghanistan sieht das neue Militärkonzept nicht mehr vor. Der langfristige, von massiver Militärpräsenz begleitete Aufbau von Nationen komme zu einem Ende.

“Nach einem Jahrzehnt der Kriege schlagen wir ein neues Kapitel auf,” versprach Obama.

mit AFP, Reuters