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Türkei: Geteiltes Echo auf Basbug-Verhaftung

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Türkei: Geteiltes Echo auf Basbug-Verhaftung

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Die Verhaftung des früheren türkischen Generalstabschefs Ilker Basbug bestimmt die Schlagzeilen in der Türkei. Auf fast allen Titelseiten steht groß das Wort Tutuklandi, zu deutsch: verhaftet. Es ist ein Schritt, den viele Beobachter nicht erwartet hatten, und der geteilte Meinungen im Volk hervorruft.

“Wer Fehler macht, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden, egal, ob er ein normaler Bürger, ein Stabschef oder ein Politiker ist. Wer gegenüber dem Volk Fehler begeht, wer illegale und ungerechte Sachen macht, der muss vor Gericht.”

“Es tut mir leid, so hätte es nicht kommen sollen. Da scheint irgendetwas anderes dahinterzustecken. Soweit ich weiß, kommt ein Stabschef nicht vor Gericht. Welches Verbrechen soll er denn schon begangen haben?”

Basbug selbst sagte laut türkischen Medien, die Vorwürfe verletzten seinen Stolz als General, die Behauptung, er sei Kopf einer Terrorgruppe, sei schon die härteste Strafe überhaupt. Basbug wäre der erste Militär, der sich in der Türkei vor einem zivilen Gericht verantworten muss.