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Libyen: Besuch vom mutmaßlichen Kriegsverbrecher


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Libyen: Besuch vom mutmaßlichen Kriegsverbrecher

Der wegen Kriegsverbrechen international gesuchte sudanesische Präsident Omar al-Baschir ist zu einem Besuch in Libyen eingetroffen. In der Hauptstadt Tripolis wurde er vom Vorsitzenden des Übergangsrats, Mustafa Abdul Dschalil, empfangen. Al-Baschir will bis Sonntag bleiben.

Menschenrechtler haben den Besuch scharf kritisiert. Gegen al-Baschir besteht seit 2009 ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Vollstreckt wurde der Haftbefehl bisher nicht, obwohl al-Baschir immer wieder auch in afrikanische Länder reiste, die ihn eigentlich hätten festnehmen müssen.

2003 und 2004 waren auf al-Baschirs Betreiben hin in der Region Darfur die Bewohner ganzer Dörfer umgebracht und rund vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben worden.

Der Sudan hatte die libyschen Rebellen im Kampf gegen Ex-Machthaber Gaddafi unterstützt. Al-Baschir hatte Gaddafi immer verdächtigt, seinerseits die Rebellen in Darfur unterstützt zu haben.

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