Eilmeldung

Eilmeldung

Syrien: Verdacht auf Racheakt

Sie lesen gerade:

Syrien: Verdacht auf Racheakt

Schriftgrösse Aa Aa

Damaskus nach dem Terroranschlag: Mindestens 25 Menschen wurden getötet und 46 verletzt, als sich ein Selbstmordattentäter nahe einer Grundschule im Viertel Al-Aidan in die Luft sprengte. Viele Menschen waren wegen des Freitagsgebets gerade auf der Straße. Das Viertel gehört zu den Hochburgen gegen Präsident

Baschar al-Assad. Oppositionelle äußerten deshalb den Verdacht, der Anschlag sei ein Racheakt des Regimes.

Unterdessen schickte die Arabische Liga 44 weitere Beobachter nach Syrien. Sie sollen die Umsetzung des Friedensplans überwachen. Diesen hatte die Liga mit der Regierung in Damaskus ausgehandelt.

Am Wochenende will die Liga über die Ergebnisse in Kairo beraten. Der Generalsekretär Nabil Elaraby kam bereits mit Hamas-Führer Khaled Meshaal zusammen. Beide forderten ein Ende des Blutvergießens.

In mehreren syrischen Städten gingen am Freitag erneut zehntausende Menschen auf die Straße. Sie forderten eine Intervention der UNO. Nach Schätzungen von Menschenrechtlern sind in Syrien seit Beginn der Unruhen im März vergangenen Jahres mindestens 6.800 Menschen gestorben.