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Arabische Liga will Syrien-Blamage vermeiden

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Arabische Liga will Syrien-Blamage vermeiden

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Zwei Wochen schon beobachten die Beobachter der Arabischen Liga die Lage in Syrien, ohne dass die Gewalt in dem Land dadurch wie erhofft aufgehört hätte. Jetzt kamen Ligavertreter in Kairo zu Beratungen zusammen, sie wollen dem Einsatz doch noch zum Erfolg verhelfen und überlegen daher, wie das klappen könnte. Im Gespräch ist etwa ein Hilfeersuchen an die Vereinten Nationen.

Vor dem Konferenzhotel in Kairo protestierten rund 100 Exil-Syrer gegen die weitgehend erfolgfrei verlaufende Beobachtermission. Sie sind sauer, dass das Blutvergießen weitergeht.

Kundgebungsteilnehmer Kamal Mahmoud sagte: “Wir senden die Botschaft an die Arabische Liga, dass die Zeit, die sie den syrischen Behörden gibt, dazu dient, noch mehr Menschen zu töten. Die Arabische Liga ist mit schuld am Blutvergießen. Wir fordern sie auf, ihre Beobachter abzuziehen und die Angelegenheit an die Vereinten Nationen zu übergeben.”

Dieses Amateurvideo zeigt einige der insgesamt 140 Beobachter in Homs, wo sie von Regierungsgegnern umgeben sind. Den Beobachtern, die vom umstrittenen sudanesischen General Mustafa al-Dabi geleitet werden, wird teils vorgeworfen, die Lage in Syrien zu beschönigen.

Und weiterhin sterben im ganzen Land Menschen bei Anti-Regierungsprotesten. Diese Bilder einer Trauerfeier stammen aus einem Dorf in der Nähe von Damaskus, sechs Menschen kamen hier am Freitag unter unklaren Umständen ums Leben. Zahlreiche Demonstranten schlossen sich dem Trauerzug an.