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Mein Zeus, sein Zeus - unser Zeus

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Mein Zeus, sein Zeus - unser Zeus

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Italien regt sich auf, weil ein Russe einen Haufen alter Steine kaufen wollte – womöglich. Es war aber nicht irgendein Russe, sondern Michail Prochorow. Drittreichster Russe mit geschätzt knapp 13 Milliarden Euro, erworben vor allem mit Aluminium- und anderen Metallgeschäften. Und Gegenkandidat von Wladimir Putin bei der russischen Präsidentenwahl im März.

Und es geht nicht um irgendwelche Steine, sondern um….

“…den Zeus-Tempel im Tal der Tempel. Das Tal ist aber nicht zu verkaufen, auch nicht für 40 Milliarden Euro, so Marco Zambuto, “eine ganz andere Sache wären ein Engagement des Privatsektors als Sponsor oder Mittel, um die Anlage zu verbessern.”

Marco Zambuto ist Bürgermeister von Agrigent und Herr über die Reste der antiken Stadt Akragas, ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Der italienische Tourist ist empört:

“Es ist purer Wahnsinn. Es ist als wüerde man Rom das Kolosseum wegnehmen oder Neapel den Vesuv. Es ist purer Wahnsinn. Wie dieser Japaner, der mit einem Van Gogh Gemälde verbrannt und begraben werden wollte.”

Und ein anderer sagt:

“Es ist ein unglaubliches Ding, ein nationales Erbe kann doch nicht an Dritte verkauft werden. Es gehört allen, vergangenen und künftigen Generationen. Undenkbar, dass man etwas verkauft, was einem gar nicht gehört, sondern der Menschheit.”

Der Zeus-Tempel als Prochorow-Tempel ?

Bitze schleudert der jetzt jedenfalls nicht.

Er sagt – gar nichts.

mit ITRAI