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Schiffsunglück: Nach der Milch droht das Öl

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Schiffsunglück: Nach der Milch droht das Öl

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Vor drei Monaten lief das Containerschiff “Rena” vor Neuseeland auf ein Riff auf. Jetzt haben sechs Meter hohe Wellen das Wrack in zwei Teile gerissen, das Heck wurde gut 30 Meter fortgeschwemmt, Experten rechnen damit, dass es sinkt. Das Schiff war bereits durch vier heftige Stürme schwer beschädigt. Nach wie vor befinden sich gut 800 Container und knapp 400 Tonnen Öl an Bord.

Neuseelands Umweltminister Nick Smith sagte vor Journalisten, dass es angesichts des jetzigen Schadens sehr schwierig sein werde, besonders die Container auf dem hinteren Teil des Schiffes zu bergen.Experten und Anwohner der bei Touristen beliebten Gegend bei Tauranga im Norden des Landes fürchten jetzt eine neue Umweltverschmutzung.

Mehrere hundert Container treiben im Meer und müssen wieder eingefangen werden. Die Färbung um das Wrack kommt von ausgelaufenem Milchpulver; ansonsten hatte die “Rena” unter anderem Milchprodukte, Holz, Fleisch und Tierhäute geladen.

Nach der Havarie waren 360 Tonnen Schweröl ins Meer gelaufen, bevor es Experten gelang, gut 1000 Tonnen aus den Tanks abzupumpen. Bis zu 20.000 Seevögel verendeten im Ölschlick.Dem Kapitän und seinem Stellvertreter drohen wegen ihres folgenschweren Navigationsfehlers bis zu zwei Jahre Haft.