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Syrien: Beobachter beobachten, Gewalt geht weiter

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Syrien: Beobachter beobachten, Gewalt geht weiter

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Der Beobachtermission der Arabischen Liga ist es in zwei Wochen nicht gelungen, die Gewalt in Syrien zu beenden. Zu diesem Schluss kommt die Liga nach Medieninformationen in einem Zwischenbericht, über den an diesem Sonntag in Kairo beraten werden soll.

Syrien wende den Friedensplan der Liga nicht an, dem es zugestimmt habe, kritisierte Katars Ministerpräsident Scheich Hamad ibn Dschasim ibn Dschabir Al Thani. So habe sich die Armee nicht aus den Städten zurückgezogen. Das Töten gehe weiter.

Offenbar plädiert Katar dafür, dass UNO-Techniker und -Menschenrechtsexperten die Beobachter der Liga unterstützen – so Berichte aus dem Umfeld der Liga in Kairo. Ein Abzug der rund 150 Beobachter stehe nicht zur Debatte.

Der oppositionelle syrische Nationalrat hatte mehrfach gefordert, die Beobachtermission an die UNO zu übergeben.

Am Freitag hatte ein Terroranschlag in Damaskus mit 26 Toten den Druck auf die Beobachter verstärkt. Regierung und Opposition machten sich gegenseitig für die Bluttat verantwortlich. Das Assad-Regime kündigte an, mit “eiserner Faust” gegen die Hintermänner vorzugehen.

mit dpa, Reuters, AP