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Amerikas Republikaner weiter in Gewissensnöten

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Amerikas Republikaner weiter in Gewissensnöten

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Die Republikaner machen es sich wirklich nicht einfach: Erneut treffen in einer Fernsehdebatte die Bewerber aufeinander, die gegen Barack Obama antreten und ihn als Präsident der USA ablösen wollen. Nur zehn Stunden zuvor, am Sonnabend, gab

es schon eine Debatte – ganz zu schweigen vom

Debattenmarathon der letzten Wochen und Monate.

Allerdings ist das Aufgebot seit der ersten Vorwahl im Bundesstaat Iowa etwas kleiner geworden. Die besten Chancen in dem Bewerberfeld hat weiter Mitt

Romney, der sich am liebsten schon auf Obama einschießt.

Einen Politiker auf Lebenszeit nennt er Obama, der zuvor noch nie irgendetwas geleitet habe. Wenn man ihn ablösen wolle, brauche man jemanden mit Führungserfahrung, der nicht sein ganzes Leben in Washington verbracht habe.

Natürlich meint Romney damit sich selbst. Mit all seiner beachtlichen Erfahrung aus Politik und Wirtschaft ist er aber vielen Republikanern einfach

zu wenig konservativ. Auch menschlich werden sie mit ihm nicht warm, und auch sein Glaube als Mormone passt nicht jedem.

Newt Gingrich, einer seiner Gegner, beschwert sich denn auch über Romneys gemäßigte Politik – und das meint er nicht als Kompliment. Gegen Obama werde Romney damit einen schweren Stand haben, sagt der ehemalige Star der Republikaner in den Neunzigern.

Morgen steht die nächste Vorwahl an, im winzigen Bundesstaat New Hampshire. Dort, im Nordosten der USA, hat Romney – der frühere Gouverneur im Nachbarstaat Massachusetts – seine politische Heimat und darf einen deutlichen Sieg erwarten. Andererseits wird sich zeigen, was die Ergebnisse seiner Gegner aus dem völlig anders geprägten Iowa wert sind – wie das sensationelle Abschneiden des konservativen und strengchristlichen Rick Santorum oder des libertären Ron Paul.