Eilmeldung

Eilmeldung

Billig-Brustimplantate: TÜV Rheinland im Verdacht

Sie lesen gerade:

Billig-Brustimplantate: TÜV Rheinland im Verdacht

Schriftgrösse Aa Aa

 
Im Skandal um Billig-Brustimplantate muss der deutsche TÜV Rheinland demnächst in Frankreich vor Gericht. Der TÜV war lange für die Zertifizierung der Implantate verantwortlich.
 
Weltweit sollen rund 500.000 Frauen mit minderwertigen Silikonkissen der französischen Firma Poly Implant Prothèse, PIP, operiert worden sein. Sie sind zum Großteil mit nichtzugelassenem Gel gefüllt, das im Verdacht steht, giftig zu sein.
 
Der französische Anwalt Laurent Gaudon vertritt Frauen, die PIP Implantate tragen. Er erhebt schwere Vorwürfe: “In den vergangenen 17 Jahren wurden nie unangekündigte Kontrollen durchgeführt. Es wurden nie Produkte getestet. Da kann man sich fragen, ob der TÜV überhaupt je ein Implantat gesehen hat.”
 
Der Gründer von PIP, Jean-Claude Mas, hat zugegeben, den TÜV Rheinland bei der Kontrolle seiner Prothesen jahrelang getäuscht zu haben.
 
Der TÜV Rheinland reagierte bereits im vergangenen Februar und erstattete Strafanzeige gegen PIP.