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Deutsche Umweltschützer warnen vor Keimen im Hühnchen

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Deutsche Umweltschützer warnen vor Keimen im Hühnchen

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Hähnchenfleisch ist möglicherweise nicht ganz so harmlos wie gedacht: Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz ist jedes zweite in Deutschland verkaufte Hühnchen mit gefährlichen Keimen belastet – vor allem wegen des Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung. Bei der Untersuchung von 20 Fleischproben habe man in jeder zweiten antibiotikaresistente Keime gefunden, so die Umweltschützer. “Die Gefahr liegt darin”, erläutert BUND-Chef Hubert Weiger, “dass es bei der Zubereitung zur Aufnahme der Keime und damit zu einer gesundheitlichen Belastung kommt.”

Das Agrarministerium ist bereits auf das Problem aufmerksam geworden und will noch diese Woche einen Gesetzesentwurf vorlegen. “Der Kernpunkt zielt darauf ab, den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Maß zu beschränken”, sagte Ministeriumssprecher Holger Eichele. Außerdem

sollen die Befugnisse der Länder erweitert werden, die für die Kontrolle der Betriebe zuständig sind.

Vor allem Hähnchenfleisch aus dem Supermarkt ist laut Umweltschützern mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. Nehmen Menschen über das Fleisch solche Keime zu sich, kann das dazu führen, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Gefährdet sind vor allem jene, die bereits krank und daher besonders anfällig sind.