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Irans Präsident bei Freunden in Lateinamerika

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Irans Präsident bei Freunden in Lateinamerika

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Irans Staatspräsident ist zu Besuch in Venezuela. Machmud Achmadinedschad kann hier auf viel Sympathie hoffen: Beide Länder stehen sich nicht allzu gut mit den USA.

Für Achmadinedschad beginnt damit eine kleine Reise durch Lateinamerika, nämlich noch nach Nikaragua, Kuba und Ekuador – auch hier ist ihm überall ein freundlicher Empfang gewiss.

Die USA haben diese Länder davor gewarnt, die Beziehungen zu Iran auszubauen. Gegenüber Iran betonen sie jetzt auch, sie würden es nicht dulden, wenn die Straße von Hormus gesperrt würde, ein wichtiger Seeweg für Erdöllieferungen. Die Sperrung dieses Seewegs gehört neuerdings zum iranischen Droharsenal.

Verteidigungsminster Leon Panetta spricht von einer

“roten Linie”, die mit einer solchen Sperrung überschritten würde. Dagegen würden die USA vorgehen.

Auch der höchste Militär der USA, General Martin Dempsey, sagt, Iran sei zwar in der Lage, die Straße

von Hormus zu blockieren: Die USA würden dann aber einschreiten und den Seeweg wieder öffnen.

Ein Dauerstreitpunkt in den beiderseitigen Beziehungen – oder was davon übrig ist – ist das inzwischen weit vorangeschrittene iranische Atomprogramm. Westliche Länder nehmen an, dass das Land Kernwaffen entwickelt. Iran selbst bleibt aber dabei, das Programm diene nur zu friedlichen Zwecken – und daher habe man ein Recht auf diese Forschungen.