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"Politisch motivierter Prozess" in Malyasia endet mit Freispruch

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"Politisch motivierter Prozess" in Malyasia endet mit Freispruch

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Malaysias Oppositionsführer Anwar Ibrahim ist vom Vorwurf der Homosexualität freigesprochen worden. Bei einer Verurteilung hätte ihm eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren gedroht – Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern ist im muslimischen Malaysia ein Delikt.

Da die Regierung vorgzogene Wahlen vorbereitet und Anwar zahlreiche Anhänger hat, kritisierten Menschenrechtler den Prozess wiederholt als politisch motiviert.

Der Freispruch des Oppositionsführers wurde vor dem Gerichtsgebäude von tausenden Anhängern gefeiert. Es ist bereits das zweite Mal, dass Anwar wegen Homosexualität angeklagt war. Er forderte, “wir müssen uns nun auf die kommenden Wahlen vorbereiten, die den Weg für Reformen und eine unabhängige Justiz frei machen. Freie Medien schützen vor Korruption.”

In der Nähe des Gerichtsgebäudes waren mehrere Explosionen zu hören. Zwei Menschen wurden verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Wer hinter den Anschlägen steckt, blieb zunächst unklar.