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Spanien pocht auf Sonderrechten für seine Fischer


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Spanien pocht auf Sonderrechten für seine Fischer

Tausende Menschen in Südspanien haben gegen das Ende der spanischen Fischerei in marokkanischen Gewässern protestiert. In Barbate bei Gibraltar gingen zahlreiche Fischer auf die Straße. Sie befürchten den Verlust von bis zu 700 Arbeitsplätzen vor Ort und das Ende ihrer Branche. Die Europäische Union hatte ein entsprechendes Fischereiabkommen mit Rabat zum 15. Dezember beendet. Hintergrund sind die hohen Kosten.

Die Stimmung unter den Demonstranten ist gedrückt. “Die Fischerei geht mehr und mehr zu Grunde,” beklagt ein Spanier. “Lasst uns die Lichter ausschalten und nach Hause gehen, denn es gibt keine Jobs mehr.” “Was wird nun aus uns?” fragt eine junge Spanierin. “Wir alle müssen Kredite abbezahlen. Fast alle Familien hier müssen mit einem einzigen Gehalt auskommen. Hier werden Kürzungen mit der Axt vollzogen.”

Spanien, das sich für eine Fortsetzung des Vertrags einsetzt, will in Brüssel finanzielle Entschädigung für die betroffenen Fischer einfordern. Das Land mit seinen fünf Millionen Arbeitslosen ist von der Wirtschaftskrise mit am stärksten betroffen. Besonders angeschlagen sind die ärmeren Regionen im Süden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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