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Zweite Runde der Republikaner - diesmal New Hampshire

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Zweite Runde der Republikaner - diesmal New Hampshire

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Mitt Romney geht mit einem denkbar knappen Vorsprung in die zweite Runde. Nur acht Stimmen mehr machten ihn vorige Woche in Iowa zum Sieger.

In New Hampshire werden die Karten neu gemischt – vorteilhaft für ihn. Hier kennt man ihn, er war im Nachbarstaat Massachussets Gouverneur. Und an der Ostküste sind die Wähler liberaler als im betont New Hamphire hat nur 1,3 Millionen Einwohner.

Entsprechend intensiv haben die Kandidaten hier in Turnhallen, Gemeindezentren und Wohnzimmern den Kontakt mit den Wählern gesucht. Denn die Erfahrung besagt, wer nach New Hamphire die Nase vorn hat, kommt weiter.

Der Politikwissenschaftler Dean Spilotes von der New Hampshire University verweist auf den Vorteil des kleinen Staates. Die Kandidaten kommen hier hautnah mit Wählern zusammen Er sagt:

“Das ist Politik direkt, von Angesicht zu Angesicht”.

Bei Ron Paul, dem Mann, der weniger Staat will, heisst es jetzt vor allem: “Die anderen sind auf status quo aus – aber die Amerikaner wollen Wandel”. In Meinungsumfragen vor der Abstimmung in New Hampshire war er mit 20 % der bestplazierte unter Romneys Rivalen.

Rick Santorum, der bei der Kandidaten-Kür von Iowa nur 8 Stimmen hinter Romney lag, dürfte es im liberaleren Ostküsten-Staat wesentlich schwerer haben. Dem kompromisslos konservativen Ex-Senator, der in Iowa die Stimmen vieler religiöser Fundamentalisten bekam, werden in Umfragen diesmal nur 8 % der Stimmen zugetraut.

Michael Dennehy, der Strategien für die Republikaner erarbeitet, betont die Bedeutung eines 2. Platzes in New Hampshire. Wer das schafft, der kann gestärkt in die weiteren Vorwahlen gehen. “Ein zweiter Platz in New Hamphire ist wie eine Goldmedaille.”

Aus der jüngsten Fernsehdebatte lässt sich nur eine Art “alle gegen Romney-Strategie” ablesen.

Aber so etwas kann sich auch als Bumerang erweisen. Etwa wenn Romney das Rennen macht und einen Vizepräsidenten sucht. Dann müsste der entsprechende Bewerber den Wählern erklären, warum er Vize bei einem Politiker werden will, den er im Vorwahlkampf mit TV-Spots hat verspotten lassen.

Mehr wissen wird man nach dem “Super-Tuesday” am 6. März, wenn in 12 Bundesstaaten gleichzeitig abgestimmt wird.