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US-Republikaner: Nach der Vorwahl ist vor der Vorwahl

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US-Republikaner: Nach der Vorwahl ist vor der Vorwahl

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Am Tag der republikanischen US-Vorwahlen in New Hampshire richten Experten und Beobachter ihre Aufmerksamkeit bereits auf die nächste Station: South Carolina. Im St-Anselm-College in Manchester, New Hampshire, nahmen führende Medienvertreter an einer von Google und dem Insider-Blog Politico veranstalteten Diskussion teil. Der Tenor: Mitt Romney hat derzeit viel Schwung – und dieser könnte ihn geradewegs zum Parteitag der Republikaner im August in Tampa, Florida katapultieren. “Kein Republikaner hat bisher die Vorwahlen sowohl in Iowa als auch in New Hampshire gewonnen”, meint Dan Baly von der “Washington Post”. “Die Ergebnisse in diesen Staaten waren immer unterschiedlich. Romney hat es in Iowa geschafft und jetzt könnte er etwas erreichen, was kein Republikaner vor ihm erreicht hat. Wenn er darauf aufbauen und South Carolina gewinnen kann – und dieser Staat ist seit 1980 wirklich entscheidend – dann sehe ich keinen Grund, wieso er nicht nominiert werden sollte.”

Romney könnte also die Weichen für seinen Sieg schon früh stellen – aber der Weg dorthin ist trotzdem steinig. “New Hampshire kann überraschen”, so Jonathan Karl von ABD News, “es ist ein unabhängiger Staat. Romney hatte ein Problem als er darüber sprach, wie gern er in der Lage ist, Leute zu feuern. Wir werden sehen, wie sich das auswirkt. Der Satz wurde aus dem Zusammenhang gerissen, aber er spiegelt das wider, was die Menschen an Romney nicht mögen.”

Die Frage bleibt offen, ob die Attacken seiner Rivalen Romney nachhaltig geschadet haben. Eine Antwort darauf werden die Vorwahlen in South Carolina geben.