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Euronews-Korrespondent Stefan Grobe analysiert Vorwahlen von New Hampshire

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Euronews-Korrespondent Stefan Grobe analysiert Vorwahlen von New Hampshire

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Die Vorwahlen der Republikaner in New Hampshire endeten mit einer großen Überraschung.

Mitt Romney hat mit komfortablem Vorsprung gewonnen. Das erlaubt den Republikanern, sich nun auf den Kampf um die Abwahl von Barack Obama im November zu konzentrieren. Euronews-Reporter Stefan Grobe liefert uns vor Ort seine Einschätzung.

Hat Romney schon alles eingesackt?

Stefan Grobe

Das denke ich, James, Romney und seine Familie sind ins Kino gegangen und haben sich “Mission impossible” angesehen. Aber für ihn ist es schon eher eine “Mission accomplished”. Er hat mit komfortablem Vorsprung gewonnen und ich denke, er hat eine Menge eingesackt.

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Ron Paul hat mit 23 bis 25 Prozent eine starke Vorstellung geliefert. Wie geht der Wahlkampf für ihn weiter?

Stefan Grobe

Das kam etwas überraschend. In den letzten Umfragen erschien er etwas schwächer. Aber Ron Paul ist ein authentischer Kandidat, ob man seine Ideen nun mag oder nicht. Mit 76 ist er der älteste unter den Kandidaten. Aber unter seinen Anhängern sind viele Jüngere, Erstwähler und College-Studenten.

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Er hat aber nicht solche finanziellen Mittel für den Wahlkampf wie Mitt Romney

Stefan Grobe

Das ist richtig. Romney ist der reichste und finanziell bestausgestattete unter der republikanischen Bewerbern.

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Man hört eine Menge über Jon Huntsman, den ehemaligen Botschafter in China. Vom ihm hiess es, seine Umfragewerte seien im letzten Moment nach oben gegangen. Dann kam er aber auf den sehr enttäuschenden dritten Platz.

War´s das jetzt für ihn? Ist er raus?

Stefan Grobe

Offiziell ist er noch im Rennen. Er war weniger bekannt und ein wenig eine Bedrohung für Mitt Romney, weil er die gleiche Wählerschicht anspricht.

Er ist ein moderater Republikaner, kein besonders konservativer. Er hat einen ebenso gut aussehenden Lebenslauf vorzuweisen wie Romney.

Und auch ist gehört zum republikanischen Establishment. Ein guter Auftritt von Jon Huntsman hätte Romney gefährden können, dazu kam es aber nicht. Huntsman hat angekündigt, auch in South Carolina antreten zu wollen. Aber der stärkste repulikanische Kandidat bleibt Romney.

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Wie geht es für ihn weiter? Meinen sie mit Blick auf den 21. Januar in South Carolina, dort werde die Vergangenheit von Mitt Romney in der privite equity-Branche eine Rolle spielen? Wie sehen sie den weiteren Verlauf?

Stefan Grobe

Das kann mit eine Rolle spielen. Romney geriet hier in die Defensive, wenn über den Abbau von Arbeitsplätzen durch die Firma Bain Capital gesprochen wurde, für die er gearbeitet hat. Dafür wurde er von Newt Gingrich angegriffen.

Gingrich hat gesagt, er müsse in South Carolina gewinnen. In South Carolina läuft es völlig anders. Der Staat ist größer und konservativer als New Hampshire. Da gibt es mehr Evangelikale und das ist die Wählerschaft, die Newt Gingrich liebt.

Es wird nicht einfach in South Carolina, aber wenn Mitt Romney in dort gewinnt, dann hat er die Nominierung sehr schnell in der Tasche.