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Europas Menschenrechtler fordern Guantánamo-Schließung

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Europas Menschenrechtler fordern Guantánamo-Schließung

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Zum Jahrestag von Guantánamo haben Menschenrechtsorganisationen in mehreren europäischen Haupstädten protestiert. In Brüssel forderten Mitglieder von Amnesty International die Schließung des Lagers und faire Prozesse für die Inhaftierten – vor Häftlingen aus Pappmaschee in einer Einkaufspassage.

Belgiens Amnesty-Chefin Francoise Dieryck forderte, alle Häftlinge vor Gericht zu stellen. Einige von ihnen würden verurteilt, andere freigelassen. Bisher seien nur sechs der Insassen rechtskräftig verurteilt.

In Berlin demonstrierte Amnesty International vor der amerikanischen Botschaft. Auf dem Pariser Platz wurde ein eigenes Guantánamo Lager errichtet. Plakate erzählten von Einzelschicksalen.

Passantin Jenny Zeidler: “Ich hoffe, dass es bei irgendwem ankommt, und zwar im besten Falle bei Herrn Obama, damit Guantánamo geschlossen wird. Ganz einfach, weil dort Häftlinge einsitzen, die kein Verfahren erhalten haben und das ist nicht rechtens.”

Die Menschenrechtler prangerten auch die Untätigkeit der Bundesrepublik an. Ähnlich äußerten sich die oppositionellen Grünen, die US-Präsident Barack Obama an sein uneingelöstes Wahlkampfversprechen erinnerten: Guantanamo zu schließen.