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Auf den Tag genau vor 114 Jahren: Zolas "J'accuse..."

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Auf den Tag genau vor 114 Jahren: Zolas "J'accuse..."

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Am 13. Januar 1898 schreibt der französische Schriftsteller Emile Zola einen offenen Brief an den Präsidenten Félix Faure, in dem er die französische Regierung und die Armee anklagt, den jüdischen Offizier Alfred Dreyfus aus Antisemitismus der Spionage zu beschuldigen. Der offene Brief trägt den Titel “J’accuse” (“Ich klage an”) und wird auf der Titelseite der Zeitung L’Aurore veröffentlicht. Zola erklärt, dass es keinerlei überzeugende Beweise für die Schuld des Artilleriehauptmanns Dreyfus gebe, der – weil er Militärgeheimnisse an die deutsche Regierung verraten haben soll – zur Strafe ins Exil auf die Teufelsinsel vor Französisch-Guyana verbannt worden war. Als deutlich wurde, dass Dreyfus tatsächlich unschuldig war, hielt die Militärhierarchie ihre Erkenntnisse geheim. Zola zeigt in seinem Artikel die Verschwörung gegen den Offizier auf und macht die antisemitische Stimmung in Frankreich dafür verantwortlich. Für sein “J’accuse” sollte Zola ins Gefängnis gesteckt werden, doch er floh nach England. Alfred Dreyfus wurde 1899 begnadigt und 1906 wurde das Urteil gegen ihn aufgehoben.

Auch an einem 13. Januar: Johnny Cash nimmt sein erstes LIVE-Album (At Folsom Prison) in einem Gefängnis auf (1968), Unfall im Kernkraftwerf von Grundremmingen (1977), Tod des deutschen Unternehmers und Dressurreiters Josef Neckermann (1992), Margot und Erich Honecker gehen nach Chile ins Exil (1993)

Am 13. Januar geboren: Anita Ekström (1943), Trevor Rabin (1954), Patrick Dempsey (1966), Stephen Hendry (1969), Nicole Eggert (1977), Orlando Bloom (1977)