Eilmeldung

Eilmeldung

Irans Präsident bereist weiterhin Freundesland

Sie lesen gerade:

Irans Präsident bereist weiterhin Freundesland

Schriftgrösse Aa Aa

Irans Staatspräsident ist auf seiner Lateinamerikareise in Kuba eingetroffen. Dort traf Machmud Achmadinedschad mit seinem Kollegen Raul Castro zusammen. Zuvor hatte er schon Venezuela und Nikaragua besucht – Länder, in denen

er überall auf einen freundlichen Empfang rechnen konnte: Sie alle haben wie Iran nicht das beste Verhältnis zu den USA.

In Havanna erhielt Achmadinedschad einen Ehrendoktortitel. In seiner Rede an der Universität kritisierte er “Arroganz und Hegemoniegelüste” der USA und der westlichen Welt. Auf die derzeitige Verschärfung der Konflikte zwischen Iran und den USA ging er nicht ein.

Die iranische Führung wirft den USA und Israel vor, sie seien für die Ermordung eines Atomforschers verantwortlich. Die USA bestreiten das. Der Wissenschaftler starb bei der Explosion eines Sprengsatzes. Westliche Länder sehen die iranische Kernforschung kritisch, weil sie glauben, das Land wolle Atomwaffen entwickeln.

Die iranische Atomorganisation teilte mit, der Forscher sei “einer der Diener der Nuklearindustrie” gewesen, ohne seine genaue Position zu benennen.

Der Anschlag erinnert an ähnliche Attentate im Jahr 2010. Im Visier standen damals drei Atomforscher. Zwei von ihnen kamen ums Leben, einer wurde verletzt. Nach einem der Bombenanschläge machte Iran Israel verantwortlich. Mehrere angebliche

Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad wurden festgenommen.