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Myanmar und Karen lassen die Waffen schweigen

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Myanmar und Karen lassen die Waffen schweigen

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Nach jahrzehntelangem Konflikt haben die Regierung von Myanmar und die Rebellen der Karen am Donnerstag eine Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichnet. Eine Delegation der Zentralregierung war zur Unterzeichnung in die Hauptstadt des Bundesstaates Karen Hpa-an gereist.

Die Karen stellen die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe in dem Vielvölkerstaat. Sie kämpfen seit 1949 für Unabhängigkeit oder Autonomie. Anders als andere Volksgruppen hatten sie sich nie mit der Militärjunta arrangiert. Immer wieder kam es im Siedlungsgebiet der Karen zu blutigen Zusammenstößen. Hunderttausende Zivilisten flüchteten nach Thailand.

Eine Beilegung der ethnischen Konflikte hat der Westen zur Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Myanmar gemacht.