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Neu im Kino: "Shame" mit Michael Fassbender

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Neu im Kino: "Shame" mit Michael Fassbender

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Es geht um Sucht, und um Abhängigkeit. Der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender und der Regisseur Steve McQueen haben wieder zusammen gearbeitet – nach ihrem Erfolg “Hunger” von 2008.

Ihr neuer Film -“Shame” – zeigt das Leben eines Sexsüchtigen in New York, dessen Routine unterbrochen wird, als seine launische und eigensinnige Schwester plötzlich auftaucht und sich bei ihm einquartiert, weil sie sonst nirgendwo hin kann.

Abhängigkeit ist im Kino schon oft behandelt worden, doch Regisseur McQueen denkt, dass es da um die Abhängigkeit von Substanzen geht.

“Es ist dieses starke Verlangen nach etwas, das einen losgehen lässt um es zu holen,“sagt Steve McQueen, “ganz egal zu welchem Preis. Aber ich glaube, Sexsucht ist etwas anderes. Alkohol oder Drogen kommen von außen in unser Leben, Sex dagegen ist natürlicher Bestandteil unsreres Daseins. Wenn es also um die Sucht nach Sex geht, ist die Lage auch psychologisch viel komplizierter als bei Alkohol.”

Die Figur von Fassbender streicht durch ein immer dunkleres New York, immer auf der Suche nach sexuellen Erlebnissen. Fassbender ist für seine Arbeit bereits für den Golden Globe nominiert worden.

Vor den Sexszenen hatte er keine besondere Angst, auch wenn einige davon ziemlich deutlich sind.:“Das Problem gibt es bei jeder Szene. Man hat Angst, es nicht richtig zu machen. Und hofft, am Ende wirklich alles aus der Szene rausgeholt zu haben, so dass man am Schluss sagen kann, dass man seine Arbeit ordentlich gemacht hat. Diese Angst vor einer einzigen Szene gibt es nicht, finde ich. Ich gehe das Drehbuch einfach Stück für Stück durch, und konzentriere mich immer aufs Nächstliegende.”

“Shame” ist in Frankreich bereits angelaufen, der Film startet in den kommenden Wochen quer durch Europa. Deutschland muss sich noch bis zum 1. März gedulden.