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Neue Spannungen zwischen Iran und Westen

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Neue Spannungen zwischen Iran und Westen

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Wieder einmal werden die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen verschärft. Anlaß ist diesmal der Mord an einem iranischen Atom-Wissenschaftler. Die Führung in Teheran warf umgehend Israel und den USA vor, in das Attentat verwickelt gewesen zu sein. Der erst 32jährige Professor Mostafa Ahmadi Roshan kam durch eine Bombe ums Leben, die ein Motoradfahrer an seinem Wagen besfestigt hatte.

Der jüngste Anschlag erinnert an ähnliche Attentate im Jahr 2010. Im Visier standen damals drei Wissenschaftler aus der Atomforschung.

Der iranische Politikwissenschaftler Hassan Hanizadeh betont:“Diese israelischen Terrorakte haben das Ziel, die nukleraren Aktivitäten der Islamischen Republik Iran zu verhindern.”

Man habe Beweise, dass Israel im Iran durch Terror Unsicherheit zu stiften versuche. Die Beweise werde man den Vereinten Nationen vorlegen.

Die Weltgemeinschaft fürchtet, dass der Iran mit Hilfe seines umstrittenen Kernenergieprogramms auch Atomwaffen bauen will. Laut Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA werde in einem fortgeschrittenen Stadium an der Herstellung von Uran-Halbkugeln gearbeitet, die in Waffen verwendet werden. Vor drei Tagen legte die IAEA Satellitenbilder der unterirdischen Anreicherungsanlage Fordo vor.

Carne Ross von der britischen Stiftung “Independent Diplomat” verweist auf die Manöver der iranischen Marine in der Straße von Hormus, auf die die USA so scharf reagiert haben.

Dann hatte iranisches Militär eine US-Drohne vom Himmel geholt. In alledem sieht er wie auch in schärferer Rhetorik ein Ansteigen der Spannungen.

Seit Jahresende demonstriert die iranische Marine in der Straße von Hormus Stärke. Durch diese Meerenge fahren 40 % aller Schiffe, die Erdöl aus dem Nahen Osten gen Westen transportieren.

Würde Iran, wie angedroht, die Meerenge sperren, wäre sehr schnell Energiemangel im Westen die Folge.