Eilmeldung

Eilmeldung

Nigeria: Nichts geht mehr

Sie lesen gerade:

Nigeria: Nichts geht mehr

Schriftgrösse Aa Aa

Nichts geht mehr in Nigeria. Vier Tage Generalstreik wegen erhöhter Benzinpreise zeigen deutliche Spuren. Nicht nur Tankstellen sind verwaist, auch Krankenhäuser oder Schulen sind vom Arbeitskampf betroffen, viele Geschäfte sind zu, der Luftraum wurde gesperrt. Und die Gewerkschaften sind nicht bereit, nachzugeben und drohen mit harten Schritten.

Gewerkschaftschef Babatunde Ogun sagte: “Hiermit informieren wir Präsident Goodluck Johnathan und alle Nigerianer, dass wir die harte Entscheiung treffen mussten, die Öl- und Gasproduktion Samstag um Mitternacht einzustellen, also am Sonntag, den 15. Januar um Null Uhr.”

Nach den tagelangen Protesten bewegen sich Gewerkschaften und Regierung aufeinander zu, es gibt erste hochrangige Gespräche. Derweil gehen die Proteste auf den Straßen der Hauptstadt Abuja oder von Lagos weiter.

Hintergrund der Proteste ist die Entscheidung der Regierung, die Subventionen für Benzin zu streichen. Nigeria ist das größte Ölforderland Afrikas, allerdings leben 90 Prozent der Menschen hier von gerade mal 2 Dollar am Tag.