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Streit über Syrien in Arabischer Liga

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Streit über Syrien in Arabischer Liga

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Die Situation in Syrien hat die Arabische Liga tief gespalten: Beobachter Anwar Malek trat nach seiner Rückkehr aus Homs zurück. Er beschuldigte Präsident Baschar al-Assad, schwere Kriegsverbrechen zu begehen. Es seien keine Panzer abgezogen worden. Die Beobachter-Mission der Liga werde dadurch zur Farce, so Malek. Während einer Konferenz der Vereinten Nationen sprach Algeriens Außenminister indessen überraschend von leichten Fortschritten in Damaskus.

Mourad Medleci räumte ein, die syrische Regierung habe einige Weichen gestellt. Vielleicht nicht genug, aber zumindest in dem Sinne, dass schwere Waffen aus den Städten abgezogen worden seien, wo es nun neue Probleme gebe. Es wurden einige tausend Gefangene frei gelassen, bilanziert Medleci, aber viele weitere Inhaftierte müssten nun auf freien Fuß kommen. Es habe auch Lockerungen für die Medien gegeben.

Worte, die nach dem Tod des französischen Journalisten in Syrien weitere Fragen aufwerfen. Reporter ohne Grenzen in Wien forderte die Arabische Liga auf, den Vorfall genau zu untersuchen. Gilles Jacquier war an diesem Mittwoch von einer Granate getötet worden. Während die staatliche syrische Nachrichtenagentur von einer Attacke bewaffneter Terroristen sprach, nannte die syrische Protestbewegung die Darstellung falsch.