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Syriens Baschar Assad gibt sich weiter siegessicher

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Syriens Baschar Assad gibt sich weiter siegessicher

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Die Rede von Syriens Staatspräsident Baschar Assad

vom Dienstag stößt bei seinen Gegnern auf wenig Gegenliebe. Assad sieht hinter den Protesten gegen

seine Herrschaft eine ausländische Verschwörung.

Amerikas Außenministerin spricht von einer zynischen Rede, bei der einem eiskalt werde. Statt Verantwortung zu übernehmen, sagt Hillary Clinton, habe Assad nur Ausreden geboten. Bei ihm sei die Rede von derart riesigen Verschwörungen, dass die syrische Opposition dazugehöre, die Staatengemeinschaft, die internationalen Medien – und jetzt sogar die Arabische Liga.

Bei einem überraschenden Auftritt vor Anhängern in Damaskus bekräftigt Assad aber seine Vorwürfe und gibt sich siegessicher.

Widerstand kommt jetzt von Beobachtern der Arabischen Liga. Einer von ihnen, der Algerier Anwar

Malek, gibt auf: Er nennt den Beobachtereinsatz eine Farce und wirft Syrien Verbrechen gegen das eigene Volk vor. Die Beobachter, so sagt er, würden von der syrischen Führung an der Nase herumgeführt.

Ein französischer Reporter in Syrien wurde jetzt getötet. Die Umstände sind unbekannt. Nach Regierungsangaben starb er durch Granatsplitter; auch acht Syrer seien bei dem Beschuss ums Leben gekommen. Der Journalist gehörte zu einer Gruppe ausländischer Reporter, die auf Einladung der Regierung im Land war.