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Zinsen für italienische Bonds gehen zurück

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Zinsen für italienische Bonds gehen zurück

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Aufatmen in Italien: Trotz der schleppenden Konjunktur und der hohen Staatsschulden konnte sich das Land am Anleihemarkt 12 Milliarden Euro besorgen – und das zu überraschend niedrigen Zinsen: Die Rendite für einjährige Papiere lag bei nur 2,73 Prozent. Im Dezember war sie noch doppelt so hoch. Allerdings warnen Experten vor verfrühtem Jubel – trotz des Lobs der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, die die italienische Reformbereitschaft gewürdigt hatte.

Die italienische Bevölkerung allerdings zeigt sich bereits vorsichtig optimistisch. “Ich glaube, wir haben gar nicht begriffen, wie kritisch unsere Lage vor ein paar Monaten war”, meint ein Passant in Rom. “Jetzt sieht es zwar immer noch wie ein Negativszenario aus, aber die Entwicklungen zeigen, dass wir zumindest die Möglichkeit haben, der Krise zu entkommen.”

Freilich: Die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen ist immer noch bedenklich hoch. Dazu kommt, dass sich das Land allein in diesem Jahr mehr als 300 Milliarden Euro frisches Geld beschaffen muss, um auslaufende Schulden zurückzahlen zu können.