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Arabischer Liga droht Scheitern der Beobachter-Mission in Syrien

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Arabischer Liga droht Scheitern der Beobachter-Mission in Syrien

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Die Kritik an der Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien wächst – auch innerhalb der arabischen Welt.

Oppositionelle Syrer misstrauen vor allem dem Leiter der Mission, dem ehemalige sudanesische General Mohammed al-Dabi. Als Menschenrechtler ist der loyale Mitarbeiter des sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir und Ex-Chef des

Militärgeheimdienstes bisher nicht bekannt.

Gegen Bashir liegt wegen Verdachts auf Genozid ein internationaler Haftbefehl vor.

Über den Ausstieg eines Beobachters sagte al-Dabi:

“Anwar Malek -… von dem haben Sie viel gehört. Er hat mit mehreren Sendern gesprochen. Das verstieß schon mal gegen sein Diskretionsversprechen. Aber das ist nicht das Wesentliche. Wesentlich ist: Das, was er sagte, stimmt nicht.”

Nach einem Blitzbesuch in der Protesthochburg Homs hatte al-Dabi bemerkt, dort sehe es “ein bisschen verwüstet» aus, etwas «Beängstigendes» habe er jedoch nicht entdecken können.

Die Delegierten sind seit Dezember in Syrien, das Blutvergiessen geht ungehindert weiter. Die Arabische Liga hat von der Idee Abstand genommen, die Gruppe der 165 Beobachter weiter zu verstärken.

Der Einsatz der Beobachter ist vorerst bis zum 19. Januar vorgesehen, dann sollen sie einen Bericht abliefern.

Syriens Nachbarland Türkei mache sich “für alle Szenarien bereit” hieß es dort im Außenministerium. An der Grenze sind syrische Aktivisten mit 20 Fahrzeugen voller Hilfsgüter angekommen, und vier iranische Lastwagen – angeblich voll mit Militärmaterial.

mit dpa, Reuters, AFP