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Birma begnadigt politische Gefangene

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Birma begnadigt politische Gefangene

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Die Regierung von Myanmar, dem früheren Birma, hat 651 politische Gefangene freigelassen. Teilweise hatten die Dissidenten Jahrzehnte hinter Gittern verbracht.

Die Europäische Union und die USA hatten diesen Schritt zur Bedingung der Aufhebung ihrer wirtschaftlichen Sanktionen gemacht.

Experten zufolge muss der Westen den Reformwillen möglichst rasch belohnen, ansonsten könnte das Militär wieder das Ruder übernehmen.

Unter den Entlassenen ist auch der frühere Ministerpräsident Khin Nyunt. Er war 2004 nach einem internen Machtkampf gestürzt und wegen angeblicher Korruption zu 44 Jahren Hausarrest verurteilt worden.

Menschenrechtler fanden lobende Worte für Mynamars Regierung und forderten, dass die freigelassenen Dissidenten ungehindert am öffentlichen Leben und an den Nachwahlen zum Parlament am 1. April teilnehmen können.

Im früher isolierten Myanmar überschlagen sich derzeit die Ereignisse: Die Regierung unterzeichnete mit den Rebellen der ethnischen Minderheit der Karen einen historischen Waffenstillstand.