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Frankreich 100 Tage vor der Wahl

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Frankreich 100 Tage vor der Wahl

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Lasst die Spiele beginnen: In Frankreich haben die Präsidentschaftskandidaten noch 100 Tage Zeit, um bei den Wählern zu punkten.

Amtsinhaber Nicolas Sarkozy hat offiziell seinen Hut noch nicht in den Ring geworfen, doch seine Frau Carla Bruni hat sich unter Umständen verplappert. Sie lobte seine Ruhe und seine Stärke und erklärte, dass sie bereit sei, ihren Mann während der Wahlkampagne zu unterstützen, falls er denn antrete.

Als Favorit gilt derzeit Sarkozys Herausforderer, der Sozialist Francois Hollande. Der 57-Jährige hat sich im Vorwahlkampf der Sozialisten durchsetzen können, doch viele zweifeln weiter an seinem Charisma. Er selbst beschreibt sich als “normal” im Gegensatz zu dem extravaganten Sarkozy.

Marine Le Pen, von der rechtsextremen Partei Front National, liegt auch gut im Rennen. Sie versucht ihre Partei salonfähiger zu machen. Für sie wäre Frankreichs Austritt aus der EU die Lösung aller Probleme.

Francois Bayrou von der Zentrumspartei rechnet sich ebenfalls Chancen aus und träumt gar von einem Sieg. Er kritisiert die Aufspaltung der französischen Parteienlandschaft in das linke und rechte Lager und wirbt für seinen Weg der Mitte.

Laut dem Leiter des französischen Umfrageinstituts IFOP, Frederic Dabi, schneidet Nicolas Sarkozy im Vergleich zu seinen Vorgängern schlecht ab: “Unserer Studie zufolge ist Nicolas Sarkozy immer noch schwach. Er übernimmt in der ersten Runde nicht die Führung und das ist einem amtierenden Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren noch nie passiert, nicht einmal Valery Giscard d’Estaing. Bei den Wahlabsichten und den Popularitätswerten stand keiner seiner Vorgänger vier Monate vor der ersten Runde so schlecht da.”

Eine französische Wahrsagerin ist anderer Meinung, sie vertraute der Zeitung “Le Parisien” an, dass Nicolas Sarkozy trotz allem am Ende siegen wird.