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Peking - keine iPhones für Wutkonsumenten

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Peking - keine iPhones für Wutkonsumenten

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iPhones von Apple werden vor allem in China hergestellt. Umso wütender waren Hunderte vor einem der Pekinger Apple-Stores – Eier landeten auf den fein designeten Hightech-Ladenfenstern.

Was war passiert? Stundenlang hatten sie sich die Beine in den Bauch gestanden für ein iPhone 4S. Und dann blieb der Laden im Einkaufsviertel Sanlitun verrammelt – aus Angst vor dem Ansturm.

Apple-Kunde Sun Jiaqing:

“Einige sind schon vor ein, zwei Tagen angereist. Manche kamen sogar aus Tibet angeflogen. Eine lange Reise, viel Zeit. Das müssen die uns aber jetzt wirklich erklären.”

Statt dessen erschien Polizei und ein Schild: “Dieser Laden verkauft vorerst kein iPhone 4S.”

Zwar gibt es das Mobiltelefon schon seit Oktober, in China allerdings nur auf dem Schwarzmarkt. Das wird wohl bis auf Weiteres so bleiben. In anderen großen Städten war das Objekt der Begierde innerhalb einer Stunde ausverkauft.

Jeder Kunde kann in der Regel nur zwei iPhones kaufen – auf den Schwarzmärkten schnellen die Preise in die Höhe.

In der Pekinger Schlange standen deshalb auch viele Platzhalter, Ansteher gegen Bares. Gängiger Tarif: 100 Yuan – 12 Euro 50.

Für viele Wutkonsumenten ist jetzt klar: Apple mag beim Marketing viel drauf haben. In Sachen Planwirtschaft aber nichts.

mit AFP, AP, Reuters, dpa