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Trauerfeier für getöteten Atomwissenschaftler

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Trauerfeier für getöteten Atomwissenschaftler

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Bei einer offiziell organisierten Trauerfeier im Iran ist der Atomwissenschaftler zu Grabe getragen worden, der am Mittwoch bei einem Anschlag ums Leben kam. Das Attentat, so vermutet Teheran, war das Werk der US-amerikanischen CIA oder des israelischen Geheimdienstes Mossad. Die USA wiesen die Vorwürfe zurück, und auch Israels Staatspräsident Schimon Peres meinte, er wisse nichts von einer Verwicklung seines Landes in das Attentat.

Unterdessen sprach sich Teheran für eine Wiederaufnahme der internationalen Atomverhandlungen im Nachbarland Türkei aus. Parlamentssprecher Ali Laridschani sagte: “Bezüglich der 5+1-Gespräche haben wir schon zuvor die Bereitschaft des Iran ausgedrückt, die Gespräche abzuhalten, um die Nuklerafrage zu lösen.”

Die USA hingegen verschärften erneut den Ton gegenüber Teheran. Sollte der Iran die für den Ölhandel wichtige Seestraße von Hormus blockieren, werde das eine amerikanische Reaktion provozieren, so die US-Regierung. Ende Januar will eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde zu Kontrollen und Gesprächen in den Iran reisen.