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Standard & Poor’s Rundumschlag in der Eurozone lässt nicht nur die Verlierer in kritischem Licht erscheinen. Die New Yorker Rating-Agentur wirft den europäischen Regierungschefs vor, den Hauptgrund für die Krise zu ignorieren: Nämlich die Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit. Doch Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hält trotz Warnungen, dass Etatkürzungen kontraproduktiv sein könnten am eingeschlagenen Kurs fest: “Die Entscheidung bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass wir in Europa noch einen längeren Weg vor uns haben, bis das Vertrauen der Anleger wieder hergestellt ist. Wir sind jetzt aufgefordert, den Fiskalpakt schnell umzusetzen, ohne ihn aufzuweichen.”

Frankreich, zweitgrößte Volkswirtschaft im Euroraum verlor die Bestnote, ebenso Österreich.  Italien, Spanien, Portugal und Zypern sackten gleich zwei Stufen ab. Deutschland ist damit die einzige große Volkswirtschaft in der Eurozone mit einem Triple-A-Rating. Die Gründe für die Herabstufungen erklärt Ökonom Eli Cohen: “Standard & Poor’s halten die zur Stabilisierung von Etat und Fiskalsituation getroffenen Maßnahmen für unzureichend.

Auch die Lösungsansätze der Europäer für die Krise in der Eurozone halten sie für unzureichend.” Die schlechtere Bewertung wird es für Länder wie Italien und Spanien schwerer und teurer machen, sich Geld am Kapitalmarkt zu leihen. Damit steigt der Druck auf ganz Europa. Der kommende EU-Gipfel am 30. Januar wird die Weichen für die Zukunft der Euro-Zone neu stellen müssen.
 

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