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Straßenschlacht im Kosovo

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Straßenschlacht im Kosovo

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Im Kosovo ist es an einem Grenzübergang zu Serbien zu schweren Straßenschlachten gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die albanischen Demonstranten ein. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt, über 140 Personen wurden festgenommen.

Ziel der Protestierenden war ein Importstopp für serbische Waren. Sie wollten darauf aufmerksam machen, dass Belgrad nach wie vor die Ausfuhren von Waren aus dem Kosovo verhindert. Die rund 3.000 Anhänger der drittgrößten Partei im Kosovo wollten dazu den Grenzübergang Merdare nahe der Stadt Pudejovo blockieren.

Albin Kurti von der Partei “Selbstbestimmung” erklärte: “Die Menschen im Kosovo wollen Gleichbehandlung. Das Parlament im Kosovo hat volle Gleichbehandlung mit Serbien in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht als auch im Handel vereinbart. Aber wenn man Serbien gut behandelt, wird es nur schlimmer.”

Kurtis radikale Oppositionspartei, die den Dialog der kosovarischen Regierung mit Belgrad kritisiert, kämpft für einen Anschluss des Kosovo an Albanien.